Bild Hyc19 Radnabenmotor (links: Michelin [9], rechts: Magnet Motor)
Hybridfahrzeuge ~Elektrische Antriebssysteme für Hybridfahrzeuge ~~E-Maschinen ~~~Radnabenmotoren

Radnabenmotoren

Radnabenmotoren sind Motoren, die in den Rädern bzw. Felgen des Fahrzeuges eingebaut sind und diese antreiben (Beispiele in Bild Hyc19). Ein großer Vorteil ist die damit gewonnene Freiheit im Fahrzeugpackage, da neben dem Bauraum für den Verbrennungsmotor auch der für Getriebe, Wellen und Differentiale frei wird. Insbesondere für Kleinwagen kann der so gewonnene Bauraum für Batterien, Brennstoffzellen oder Kraftstofftanks genutzt werden. Desweiteren entfallen mit den oben genannten Bauteilen auch deren Leistungsverluste, was dem Gesamtwirkungsgrad des Antriebsstrangs zugute kommt. Bei Verwendung von Radnabemotoren an allen Rädern des Fahrzeuges können darüber hinaus fahrdynamische Vorteile erzielt werden.
Demgegenüber stehen die Nachteile der ungefederten Massen der einzelnen E-Motoren, die höheren Kosten für mehrere Motoren und deren Leistungselektronik sowie die am Einbauort ungünstigen Umwelteinflüsse wie Verschmutzung, Spritzwasser und Hitze.
Bei einem Radnabenmotor muss insbesondere das Drehzahlband angepasst werden. Es liegt im Bereich von 0 bis ca. 1500 min-1. Da die am häufigsten auftretenden Raddrehzahlen nicht im Bereich guter Wirkungsgrade liegen, müssen Kompromisse beim Gesamtwirkungsgrad eingegangen werden.




[9] Press Kit "MICHELIN ACTIVE WHEEL", 2008 Paris Motor Show, Paris, 2008
motorlexikon.de
Quelle: www.Motorlexikon.de - Druckzeit: 07.09.2010 - 12:39 Uhr
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