Durch die Kolbenbewegung erfährt die Gassäule im Ansaugtrakt z. B. abhängig von Drehzahl und Zylinderzahl eine bestimmte Erregerfrequenz. Stimmt sie mit der Eigenfrequenz des Ansaugsystems überein, kommt es zu einem Aufladeeffekt. Voraussetzung dabei ist, dass Gruppen von Zylindern gleicher Zündabstände über möglichst kurze Rohre an eine Kammer, der sog. Resonanzkammer, angeschlossen sind, Bild A 39.
Je nach Länge, Durchmesser und Volumen der Resonanzkammer ist eine Verlagerung des maximalen Drehmomentes über der Motordrehzahl möglich. Eine Steigerung der spezifischen Arbeit ist in einem begrenzten Drehzahlbereich bis zu 10 % möglich, d.h. eine Drehmomentsteigerung über das gesamte Drehzahlband ist ohne weiteres nicht möglich. Hier helfen so genannte Schaltsaugrohre, die abhängig von der Motordrehzahl unterschiedliche Resonanzrohrlängen ermöglichen. Die Auslegung einer Resonanzanlage orientiert sich im Wesentlichen an folgenden Kriterien:
Literatur:
[1] Seiffert, H.: Die charakteristischen Merkmale der Schwingrohr- und Resonanzaufladung bei Verbrennungsmotoren, XIX Fisita Kongress, Melbourne, Australien, SAE 82032 (1982);
[2] Duelli, H., Geringer, B., Bauer, F.: Möglichkeiten der Saugrohrentwicklung zur Verbesserung des motorischen Betriebsverhaltens durch Berechnung und Versuch, 6. Wiener Motoren Symposium, VDI-Fortschritt-Berichte, Reihe 6, Nr. 173;
[3] Lenz, H.P.: Gemischbildung bei Ottomotoren, Springer Verlag, Wien, New York, Band 6, 1990
[4] J. Stehling: Entwicklung eines Aqnsaugsystems mit Resonanzaufladung für die neue Motorengeneration BMW NGE6, , Aachener Kolloquium Fahrzeug- und Motorentechnik, Aachen, 2005
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