Der Verlauf des Ladedruckes über der Drehzahl stellt eine wesentliche Einflussgröße dar, um das Motor- und damit das Fahrverhalten bei Volllast zu beeinflussen. Dabei ist jeder Motordrehzahl ein Ladedruck zuzuordnen. Um die gewollte Zuordnung unter den wechselnden Betriebsbedingungen (Ansauglufttemperatur, Höhenlage, Luftfeuchte, transienter Betrieb, Abgastemperatur, Abgasdruck, Kühlmitteltemperatur, Öltemperatur etc.) zu erhalten, ist die Regelung des Ladedruckes notwendig. Dabei kann man unterscheiden zwischen einem luftseitigen und einem abgasseitigen Eingriff. Auf der Abgasseite wird bei Erreichen des Sollladedruckes das Abblaseventil geöffnet, und das Abgas um die Turbine in das Abgasrohr geleitet. Über die Änderung des Öffnungsquerschnitts des Abblaseventils ist eine Beeinflussung des Abgaszustandes vor der Turbine möglich. Auf der Luftseite ist der Ladedruck durch Abblasen der bereits verdichteten Luft möglich. Letztere Möglichkeit hat sich aus energetischen Gründen nicht durchgesetzt.
Litaratur:
[1] A. Schwartw, C. Birkner, M. Nienhoff, A. kornienko, I. Koops, M. Gilch: Modellbasierte simultane Auflade- und AGR-Regelung, 10. Aufladetechnische Konferenz 2005, Dresden
[2] V. Müller, R. Christmann, S. Münz, V. Gheorghiu: System und Regelungskonzept für zukünftige Turbolader-Abgasrückführsysteme für turboaufgeladene Diesel Pkw, 10. Aufladetechnische Konferenz 2005, Dresden
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