Unter Anfettung oder Anfetten versteht man die Zugabe von Kraftstoff zu einem Luft-Kraftstoff-Gemisch. Mit der Anfettung des Gemisches, d. h. Zugabe von Kraftstoff, steigen der spezifische Kraftstoffverbrauch und die Leistungsausbeute. Da das Maximum der Flammengeschwindigkeit im Bereich um λ = 0,85 auftritt, ist dieser Bereich der Anfettung auch der Bereich des maximalen Mitteldruckes, Bild L.45, jedoch nicht der Bereich des niedrigsten spezifischen Kraftstoffverbrauchs. Üblicherweise sind Ottomotoren in der Vollast angefettet, d. h. es wird ein Luft-Kraftstoff-Verhältnis von λ < 1 eingestellt. Die Folgen der Anfettung sind neben der höheren Leistungsausbeute und dem höheren spezifischen Kraftstoffverbrauch ein Anstieg der CO- und HC-Emissionen und eine Reduktion der Klopfneigung. In weiten Bereichen des Motorkennfeldes sind die Motoren stöchiometrisch, nämlich λ =1 (aus Gründen der Schadstoffkonvertierung im Katalysator), bzw. überstöchiometrisch, nämlich λ > 1 (zur Verbrauchsabsenkung), abgestimmt.
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