Die Abmagerungsfähigkeit gibt an, wie weit ein Gemisch aus Luft und Kraftstoff abgemagert werden kann, d. h. kraftstoffärmer wird, ohne dass eine sichere Entflammung gefährdet ist. Die Abmagerung kann durch zusätzliche Luftzufuhr oder durch Abgas (Abgasrückführung) erfolgen. Man spricht dann auch von einem "armen" oder auch mageren Gemisch.
Wichtig ist dabei, dass beim Ottomotor an der Zündkerze immer ein zündfähiges Gemisch vorliegt.
Je magerer das Gemisch ist, umso geringer ist der Kraftstoffverbrauch; umso geringer ist jedoch auch die Leistungsausbeute. Dies ist prinzipiell aus Bild L.45 zu erkennen. Nähert man sich der Zündgrenze auf der mageren Seite, so steigt der spezifische Kraftstoffverbrauch jedoch wieder an. Bei welchem Luft-Kraftstoff-Verhältnis dies erfolgt, ist abhängig von der Gemischaufbereitung, d. h. von den Bedingungen die zum Zeitpunkt der Zündung an der Zündkerze vorliegen.
Magermotoren erlauben mit speziellen Maßnahmen zur Stabilisierung der Verbrennung heute bereits Abmagerungen bis zu λ=1,8. Schichtlademotoren bzw. Ottomotoren mit Direkteinspritzung erreichen λ-Werte bis 4.
© 2006 - 2010 by Dr.-Ing. E.h. Richard van Basshuysen und Prof. Dr.-Ing. Fred Schäfer - Entwicklung: REIMEDIA GmbH